
In der Zeitschrift Hotel & Technik, Ausgabe 05/07 berichtet das Magazin für Hoteliers, Planer und Investoren, auf drei Seiten über die Breidenbach GmbH. (Der Artikel als PDF)
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Feuer und Flamme
Lustfeuer, flammendes Möbel oder heizender Rahmen mit integriertem TVBildschirm: Moderne Feuerstellen haben außer den Flammen mit der Variante unserer Vorfahren kaum noch etwas gemein.
Noch über dem Ostseestrand im Wintergarten des „Maritim Hotel Kaiserhof Heringsdorf” sitzen, den Blick über das blassblaue Meer gleiten lassen und wohlige Wärme genießen,
während draußen ein frostiger Wind weht – ein fast perfektes Erlebnis, mit dem ich den vergangenen Jahreswechsel in besonderer Erinnerung behalten werde. Nur fast perfekt?! Perfekt wäre es gewesen, hätte ich einen der begehrten Plätze am Kamin ergattern können. Doch wer den Logenplatz erleben möchte, sollte rechtzeitig reservieren.
Das werde auch ich bei meinem nächsten Usedom-Besuch nicht versäumen und freue mich schon jetzt auf das Zusammenspiel von Flammen und Meeres-Wellen.
Dass es sich bei dem oben erwähnten Kamin „nur“ um einen Gaskamin handelt, spielt für das Ambiente keine Rolle. Im Gegenteil – der hohe Glasschlot beeindruckt und wäre mit einer Holzbefeuerung nicht zu realisieren.
Egal, ob in der Lobby, dem Restaurant oder dem Gästezimmer selbst: Kamine sorgen für romantische Stimmung.
Immer mehr Hoteliers bieten ihren Gästen diese Wohlfühlatmosphäre. Wer hierbei an rustikales Ambiente und prasselndes Feuer denkt, hat die klassische Variante des offenen,
mit Holz befeuerten Kamins vor Augen. Sie macht viel Arbeit, das offene Feuer hinterlässt Rußspuren und ist eventuell nicht ganz ungefährlich, wenn nicht Maßnahmen gegen Funkenflug et cetera getroffen werden.
Zumindest sollte das Hotelpersonal für den Umgang mit einem offenen Kamin besonders geschult sein und permanent ein Auge auf die Holzbefeuerung haben.
Eine Alternative sind Kaminöfen, die im Gegensatz zum offenen Kamin eine geschlossene Brennkammer besitzen, nicht eingebaut sind und ein großes Maß an Wärmeenergie an den Raum abgeben, also zum temporären Heizen eingesetzt werden können.
Moderne Kaminöfen sind nicht nur optisch ansprechend gestaltet, sie entwickeln bei sachgemäßer Anwendung weder Qualm noch Geruch.
Die Sichtscheibe wird durch Lüftungsströme rußfrei gehalten und muss selten gereinigt werden. Wie auch der Kamin kann der Kaminofen zentrales Gestaltungselement sein.
Den hohen ökologischen Stellenwert eines Kaminofens unterstreicht nicht allein die energieeffiziente Heiztechnik, sondern auch der Einsatz von Holz als regenerativem, CO2-neutralem Brennstoff aus nachhaltig bewirtschafteten, heimischen Wäldern.
Zunehmend beliebt ist der gasbefeuerte Kamin. Er kann als offene oder geschlossene Variante errichtet werden. Offene Gaskamine dienen nicht zur Raumbeheizung, verursachen keinen Schmutz und brennen sicher.
Die geschlossenen Gaskamine dürfen nicht ohne eine schützende Glasscheibe betrieben werden. Lösungen, die als so genannte Lustfeuer offen betrieben werden, lassen sich zum Beispiel in Holztrennwände integrieren oder wirken als Feuerstelle in einen Steinblock eingearbeitet vor allem im Umfeld anspruchsvoller Einrichtungen.
Die in Kürten ansässige Firma Breidenbach fertigt individuelle offene Kamine, die meistens mit Gas befeuert werden.
Für das „The Ritz Carlton” in Wolfsburg entstand eine raumhohe Version und neben dem transparenten Kamin im „Maritim Hotel Kaiserhof Heringsdorf” ist auch im „Sülztaler Hof” in Overath oder im Grand Hyatt in Berlin
ein Breidenbach-„Lustfeuer” zu bewundern. Die Gaskamine funktionieren auf Knopfdruck, die Flamme wird per Fernbedienung gezündet.
Da brennt nichts an
Trendkamine, die mit Bioalkohol oder Gel betrieben werden, benötigen keinen Schornstein. Sie werden zunehmend wie Möbelstücke im Raum angeordnet und zaubern mit Dekofeuer Stimmung.
Sie haben allerdings auch keinerlei Heizwert. Künstliche Holzscheite oder Steine können für die perfekte Illusion in die Flammen gelegt werden.
Eine Fortführung dieses Trends stellen die so genannten Feuermöbel dar. Bei Ihnen kommt die Flamme zum Beispiel aus Vorrichtungen in der Tischplatte.
Nicht mehr tropfende, rußende Kerzen, die einerseits in kurzen Abständen ersetzt werden müssen, andererseits mit unsicherem Stand Gefahren darstellen und daher meist nur ungern verwendet werden,
dienen als Stimmungsmacher – an ihre Stelle treten Feuerstellen, die in Möbel integriert, in Modulbauweise oder individuell angefertigt werden.
Diese Flammen brennen ebenfalls mit Hilfe von Gel oder anderen Spezialflüssigkeiten. Sie verbrennen rauch- und abgasfrei und sind eine gut handhabbare Lösung, um zum Beispiel attraktive Empfangsbereiche in Hotels zu gestalten.
Die Kraft der Illusion
Brennt der wirklich? Auf den ersten Blick sind künstliche Flammen von echten kaum zu unterscheiden.
Sie werden elektrisch erzeugt oder wie auf der Hoga in Nürnberg zu sehen auf einen Großbildschirm projiziert.
Eine Illusion, die zusätzlich mit Wärme auftrumpft: Die dekorative und vielseitige Kamin-Version überrascht Hotelgäste mit beheizbarem Marmorrahmen und einem Multi-Media-Center.
Auf dem im Kamin integrierten TV-Großbildschirm können Bilder/ Filme in HDTV-Qualität (1.920x1.080 Pixel) abgespielt werden.
Entsprechend der Stimmung (beispielweise knisterndes Kaminfeuer) und der Situation (wie Live-Fußball) lassen sich die Heiztemperatur sowie die TV- und PC-Programme steuern.
Ein außergewöhnlicher Empfang und sicherlich willkommener Grund für einen längeren Aufenthalt in der Hotel-Lobby.
Kamine mit Aussicht
Inszenierungen von Feuer und Flamme in Hotels wirken wohnlich bis spektakulär. Gäste des „Intercontinental Resort Berchtesgaden“ werden in der Lounge mit einer beeindruckenden Aussicht auf die Berge und einem großen.
Neben der Lobby warten auch die Gästezimmer des „Intercontinental Resort Berchtesgaden” mit Kaminen vor beeindruckendem Panorama auf.
Kamin empfangen. Er ist das zentrale Element des großzügigen Raums, sein Rauchabzug aus Metall schwebt über dem steinernen Kaminsockel und lässt den Blick auf die Berge unverstellt.
Wer es sich dort auf einem der Sessel oder Sofas gemütlich macht, hat im Winter lodernde Flammen und glitzernden Schnee vor Augen.
Und sollten dort alle Plätze belegt sein: Die Aussicht ist auch in den Zimmern des Luxushotels bestimmendes Gestaltungselement.
Sie kann auf ganz unterschiedliche Art und Weise genossen werden: zum Beispiel vom Bett aus oder in den Studios oder Suiten sogar aus der Badewanne.
Die Kamine vieler Zimmer stehen frei vor den raumhohen Fenstern, damit die Vorhänge hinterihnen zusammengefasst werden können und das Panorama nicht schmälern.
Vom Meer bis in die Berge gibt es unzählige Hotel-Einrichtungen mit Kaminen. Wir haben für Sie weitere Beispiele zusammengetragen und zeigen ihnen rustikalere Varianten in Hotel & Technik 1/08. (ak)
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Faszination Feuer
KAMINE VON BREIDENBACH: UNIKATE IN PRIVATHÄUSERN UND NOBELHOTELS
Wer die Autostadt in Wolfsburg besucht hat, trank dort womöglich in der Lobby des Luxushotels The Ritz-Carlton einen Kaffee und staunte über die harmonische Einheit von Sesselchen und dominierendem Kamin. Ein außergewöhnliches Stück, raumhoch, breit wie eine Zwischenwand, am Fuß durchbrochen für ein vergleichsweise kleines Kaminfenster mit Sicht auf Tag und Nacht tanzende Flammen. Ein Produkt aus Kürten. Ein Kamin der Breidenbach GmbH. Eins der individuellen Stücke, die im Gewerbegebiet Herweg produziert werden, um in Privathäusern, Restaurants, Hotels und anderen Gewerbebauten für eine behagliche Atmosphäre zu sorgen. Manchmal auch für Wärme.
Jeder Breidenbach-Kamin ist ein Unikat, individuell nach den Träumen der Kunden gefertigt. „Unsere Spezialitäten sind zum einen die offenen Kamine, diese absoluten Lustfeuer, meistens mit Gas befeuert, aber auch mit Holz. Und zum anderen sind es die Strahlungsöfen, die über die Oberfläche Wärme abgeben“, erklärt Geschäftsführer und Inhaber Kunibert Breidenbach. Eins biete sein Betrieb allerdings nicht: „Kaminöfen. Die machen wir absolut nicht.“
Im nächsten Jahr feiert die „Breidenbach Kachelofen- und Kaminbau GmbH“ 30-jähriges Bestehen. Der 55- jährige Chef hat sich in dieser Zeit zum Experten für exklusive Kamine im Innenbereich entwickelt. Seine Modelle stehen in Wohn- und Essräumen von München bis Hamburg. Auch in der Schweiz und in Spanien montierte sein Team hochwertige Schmuckstücke fürs gezähmte Feuer. „Jetzt werben wir stark auf Mallorca.“ Der Auftrag fürs The Ritz-Carlton in Wolfsburg bedeutete zur Jahrtausendwende den Sprung in die Nobelhotellerie. „Das war natürlich ein toller Einstieg.“ Inzwischen flackern Breidenbach-Kamine auch im Maritim auf Usedom und im Grand Hyatt in Berlin am Potsdamer Platz. Wer soweit nicht fahren möchte: Auch der Sülztaler Hof in Overath-Immekeppel unterstreicht sein wohnliches Ambiente durch ein Breidenbach-Modell.
„Wasser und Feuer sind Urelemente. Das ist Hintergrundmusik für die Seele, es ist Stimmung, Seelenschmaus“, schwärmt der Kürtener, der von seiner Arbeit begeistert und durchdrungen ist. Dabei kam er zu ihr über einen Umweg: Zunächst lernte er Fliesenleger. Es waren die 60er/70er Jahre, die Zentralheizung machte gerade den Kaminöfen den Garaus. Ab 1975 hätten die Menschen dann deutlich mehr Geld in der Tasche gehabt, erinnert sich Kunibert Breidenbach. „Es kam der deutsche Wohlstand und es wurden sehr oft offene Kamine in Wohnhäuser eingebaut.“ Er verkleidete sie häufig mit Fliesen und begann irgendwann, Modelle selbst zu entwerfen. „Ich habe gedacht, ich hätte einen neuen Beruf erfunden.“ Ihm machte das große Freude, während sein Chef bremste, weil die Kalkulation schwierig sei. Aber der junge Breidenbach hatte Lunte gerochen. „Feuer ist Faszination!“ Mit nicht mal 25 Jahren wagte er 1977 im Heimatort Wipperfeld den Schritt in die Selbstständigkeit – damals bereits verheiratet und Vater von drei Kindern (später vier).
Anfang 1978 startete der Betrieb richtig durch, als Kunibert Breidenbach und seine Ehefrau Katharina die heutige GmbH gründeten und einen Ofenbau-Meister einstellten. 1985 legte der Chef dann selbst die Meisterprüfung als Ofen-, Backofen- und Luftheizungsbauer ab. Zehn Jahre später zog er mit Betrieb und Familie nach Kürten um: Auf 3500 Quadratmetern Grund errichtete er in Herweg direkt an der B 506 – neben der seither in den Abend- und Morgenstunden stets ein einladendes Feuer lodert – ein Gebäude, das Werkstatt, Lager, Büros und rund 200 Quadratmeter Ausstellungsfläche bietet. Sechs Mitarbeiter kümmern sich hier darum, dass die Feuerträume der Kunden Gestalt annehmen.
„Es ist wirklich ein Traumjob“, schwärmt der Chef, der unbedingt mit Übernahmegarantie ausbilden möchte, aber dieses Jahr nur drei Bewerber hatte. „Man hat alle Materialien zur Verfügung.“ Es gibt Kamine aus rostigem Metall, aus Marmor oder Ziegeln, manche sind verputzt, andere gekachelt. Glas und Edelstahl, Holz und Keramik, Naturstein und Metall – der Kaminbauer legt seiner Phantasie keine Fesseln an. Die Ausstellung zeigt, was machbar ist: Da züngelt die „Dancing Flame“ hinterm Sichtfenster, von der Breidenbach GmbH schon mit sechs Metern Länge ausgeliefert. Im klassischen Kamin liegen Holzscheite, im Rundofen verströmt ein Feuerchen Behaglichkeit. In der Ecke ein High-Tech-Gerät: ein Ofen auf Basis der römischen Hypokaustenheizung mit 90 Prozent Wärmeausbeute. Ein Stück weiter eine große verputzte Ofenanlage, die offenes Schaufeuer mit Strahlungsofen, Herdplatte und Backofen kombiniert. Brot lasse sich da toll backen. „Pizza braucht zwei Minuten.“
„Der Kunde bekommt bei uns, was er sich wirklich vorgestellt hat“, verspricht der 55-jährige Kaminbauer. „Feuer in seiner schönsten Form.“ Dafür sammelt er alle Informationen und lässt sie in einen individuellen Kamin-Vorschlag einfließen, der per Computer fotorealistisch in den privaten Wohnraum montiert wird. Wichtig ist, zu erkennen, was der Kunde will: offenen Kamin oder Strahlungsofen? Ersteren gibt es konventionell mit Holz befeuert, vor allem aber als gasbetriebenes „Lustfeuer“. In diesem spielt Holz meist keine Rolle mehr, und wenn, dann nur als Imitat aus Keramikfaser. Die Flamme wird per Fernbedienung gezündet. Strahlungsöfen (Holzbrandgrundöfen) dienen dem Heizen – je nach Größe von 40 Quadratmetern bis zum ganzen Haus. Sie sollten täglich gefeuert werden, da sie bis vier Stunden zum Abgeben der Wärme benötigen. „Unsere Strahlungsöfen sind idiotensicher“, sagt Kunibert Breidenbach. Das Prinzip: Tür auf, Holz rein, Tür zu und Luftklappe auf, anderthalb Stunden später Luftklappe zu, dann 20 Stunden völlig in Ruhe lassen. Einmal täglich einen Korb Holz in solch einen Ofen zu legen, reiche für den ganzen Tag. „Wir arbeiten ohne Rost, denn dann braucht man die Asche nur alle sechs Wochen zu entfernen. Die Asche ist Bestandteil der Verbrennung, sie verbrennt fast rückstandslos.“
Ist das Wunschmodell individuell als Unikat entworfen, wird es im Souterrain in der Werkstatt vorgefertigt. Kaminbänke, Simse und Abdeckungen entstehen als Bauteil, so dass der Ofenbau beim Kunden nur drei bis sechs Tage dauert – im Folienzelt, das die Wohnung staubfrei hält. Schlüsselfertig und komplett in eigener Regie wickelt die Kürtener Firma Aufträge ab. Zehn Wochen Lieferzeit seien üblich, sagt der Chef. An jedem Tag der Woche steht er im Geschäft, auch samstags und sonntags. „Das ist mein Hobby!“ Das gilt auch für seine Frau, als kaufmännische Angestellte zuständig für die Wohnaccessoires im Ausstellungsraum, die auch Kunden ins Geschäft locken, die (noch) nicht auf Kaminsuche sind. Die Präsenz zahlt sich aus: 25 Prozent der Kaminaufträge ergeben sich nach einem Erstkontakt am Sonntag.
